Warum … das von Gott gewollte Geld zu bevorzugen ist
Warum … das von Gott gewollte Geld zu bevorzugen ist

Warum … das von Gott gewollte Geld zu bevorzugen ist

Bevor ich näher darauf eingehe, will ich zunächst auf die persönliche Ebene wechseln. Mitte der neunziger Jahre war es, als ich, getriggert von Erkenntnissen zum Zinssystem – das unser aller Leben mehr bestimmt als vielen bewusst – mich dazu entschloss, von jeglicher Kreditaufnahme Abstand zu nehmen. Auch von Geldanlagen.

– Und das habe ich nicht bereut.

Die Entscheidungen führten zu einem einfacheren Leben.

Und halfen den Blick aufs Wesentliche zu richten.

Die Verstrickungen in die „Niederungen“ des Lebens lösten sich und machten einer anderen Sicht auf das Leben Platz. Einer der Suche nach Sinnhaftigkeit. Der die Entdeckung der Spiritualität folgte.

Ein Kinofilm der späten neunziger Jahre, mit dem Titel „Samsara – Geist und Leidenschaft“, beeindruckte mich damals stark und bestätigte mich auf dem Weg fortzufahren.

Trailer:

Das auf dem Weg auch Hürden standen und Fußangeln lauerten will ich nicht verschweigen.

Nicht nur einmal galt es, einen erneuten Anlauf zu wagen.

Süchtiges Verhalten, jeder von uns hat Anteile davon, versteckt sich in vielerlei Verkleidungen.

Und erfordert bei der Bewältigung viel Zeit, Konzentration und Kraft. Auch Durchhaltewille.

Die uralte Lehre des Yoga hat mich dabei unterstützt. Hat Halt gegeben. Und spirituelle Gewissheit.

Gelegentlich werde ich den ein anderen Beitrag zu all dem verfassen. Weil derartige Strukturen, mal mehr, mal weniger, uns alle betreffen. Denn genau besehen leben wir in einer süchtigen Gesellschaft. Zuvörderst einer nach Geld. Aber auch einer nach Sex und Ruhm – die vielen Pornoseiten im Netz und die vielen „Influencer“ – sprechen eine deutliche Sprache.

Aber es gibt noch andere Spielarten. Geldspielautomaten und Glücksspiel. In Amerika leben ganze Städte davon.

Auch Pferdewetten, Kamelrennen, Hunderennen und diverse andere, finden ihre Junkies.

Darüber hinaus locken Wetten jeglicher Art – englische Buchmacher sind sich da für beinahe keine zu schade.

Aber auch sozial durchaus angesehene wie Arbeitssucht (workoholics) und Kaufsucht (wenn denn genug Geld dafür zur Verfügung steht).

Und natürlich die Klassiker: Drogen, Alkohol, Medikamente.

Und da Süchte durchweg mit negativen Folgen versehen sind – nicht umsonst entstammt das Wort Sucht dem Wortstamm siech (der Duden nennt das altdeutsche Wort suht – Krankheit) – haben wir persönlich aber auch auch als Gesellschaft, eine Menge an Veränderungsbedarf.

Doch verstehen sich mich bitte nicht falsch.

Wer bin ich, Menschen, die anders ticken, vorzuschreiben was sie tun sollen?

Wer viel arbeiten und viel Geld verdienen und in Saus und Braus leben will – bitteschön. Soll er. Aber dann halt auch mit einem Geld, das nicht auf Raub gründet. Einem, das keine unermesslich ansteigenden Geldvermögen und auch keine von der Allgemeinheit getragene Alimentierung von Vermögen erlaubt.

Die dann unausweichliche Folge: Machtbeschränkung heutiger Geldeliten.

Was angesichts der vielseitigen Schäden, die deren mit Hauen und Stechen verteidigtes Geldsystem, an heutigen Gemeinwesen und Ökonomien hervorruft, mehr als nötig ist. – Schlagen sie die Tageszeitung auf oder machen sie das Radio oder Fernsehen an, da werden sie alltäglich mehr dazu sehen hören und lesen, als ihnen lieb ist.

Selbst unzählige Tode schrecken nicht ab. Millionen von Menschen weltweit wurden in den letzten Jahrzehnten bereits Opfer.

Haben sich dem Tode geweiht, weil die Überschuldung und angebliche Schuld, ihnen anscheinend keinen anderen Ausweg mehr ließ.

https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/schulden-und-ihre-auswirkungen-auf-unsere-gesundheit-13374807

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/selbstmorde-indischer-bauern-102.html

Haben wir sie etwa zur Schuldenaufnahme gezwungen? – rufen die Geldverleiher erbost. Säuseln dazu zynisch: na ja, selbst Schuld. Warum sind sie auch so schwach, so vertrauensselig?

Der Spekulant Warren Buffet: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“
(„There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.“

New York Times: 26.11.2006)

Ja – Schlachten mögen sie gewonnen haben. Unbestritten. Doch den Krieg – nein.

Der Ausgang ist nach wie vor offen. Der Gegner mag übermächtig erscheinen. Unbesiegbar.

Doch das ist er nicht.

Klagen wir sie für ihren alltäglichen Raubzüge an. Der die Grundlage ihrer Macht liefert.

Erschüttern wir ihre Selbstgerechtigkeit und ihren Übermut.

Sie sind wenige. Wir viele.

Und selbst wenn sie unbesiegbar scheinen. Die Geschichte von David gegen Goliath gibt Hoffnung.

Auch Hoffnung für eine bessere Welt.

Zuvörderst, weil es die Menschen von der Zinslast befreien würde, die schwer auf deren Schultern lastet.

Es erlaubt ein Gemeinwesen zu bilden, das auf Großzügigkeit und gegenseitiger Achtung gründet und nicht auf Ellbogeneinsatz und Egoismus.

Prämiengeld, durch eine Demurrage hervorgerufen, führt aber doch zu Besteuerung der Substanz?

Scheint so. Gilt aber nur unter dem Aspekt, Geldvermögen sichern. In Sachvermögen sparen ist ja möglich.

Wobei sich durchaus auch Geldwerte anlegen lassen. Sie erwirtschaften bei entsprechender Höhe der Demurrage (12 % Gebühr) halt keine positiven Zinsen mehr. Und werden ihrerseits nur zur Sachvermögensbildung eingesetzt.

Geld aus sich selbst heraus, erzeugt dann keine Gewinne mehr.

Heutzutage werden hierzulande, im Zinsgeldsystem pro Jahr, je nach Bank oder Sparkasse, durchaus zwölf Prozent Kontoüberziehungszinsen fällig.

Das lässt vermuten, dass derartige Kredite (ohne Sicherheitsstellung) im Prämiengeldsystem mit ähnlich hohen Prämien versehen sein dürften.

Bestenfalls, da persönliche Kredite von Freunden, Verwandten, guten Bekannten vermutlich, wie geliehen so zurück, abgewickelt würden. Vierhundert geliehen – 400 zurück.

Wohl freudig. Von beiden Seiten.

Die Wahrscheinlichkeit, das mit gerechtem Geld (Prämiengeld) wieder positive Zinsen erhoben werden, dürfte somit gegen Null tendieren.

Es gilt zudem, nach wie vor, der Wettbewerb unter den Banken und Sparkassen.

Warum die Demurrage die gottgewollten 12 Prozent betragen sollte, sollte jetzt klar sein.

In stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen ist ein Werttransfer über Jahrzehnte möglich. Häuser. Kunsthandwerkliche Möbel. Kunstwerke. Ertragreiche Obst und Gemüsefelder. Besondere Bücher. All das schafft Werte. Handelbare Werte.

Auch durch eigene Firmen oder Unternehmensbeteiligungen könnte der Anleger an Sachwerten teilhaben. Je nach Risikobereitschaft. Es besteht natürlich auch die Gefahr des Totalverlustes. Denn Unternehmen können insolvent, gar zahlungsunfähig werden.

Und zwar ohne Rücksicht auf ihre angebliche systemische Notwendigkeit.

Da im gerechten Geldsystem nicht mehr allein die Rendite über Geldanlagen entscheidet, sondern wahrscheinlich auch ethische oder moralische Präferenzen von Anlegern eine Rolle spielen, wird Geld verdienen möglicherweise nicht mehr im Hauptfokus der Menschen stehen. Auch weil die Lebenshaltungskosten für die Bevölkerungsmehrheit nur einen Bruchteil der heutigen betrüge.

Doch für all die diejenigen, die glauben, für ihre Arbeit, für ihre herausragenden Leistungen, entsprechend entlohnt zu werden, gibt es auch weiterhin Betätigungsmöglichkeit. Niemand wird sie daran hindern ihr Potenzial auszuschöpfen.

Ganz neue Herausforderungen werden dann auf sie warten.

Dazu demnächst mehr.

Jetzt nur soviel:

Wenn Unternehmen ihr Personal dauerhaft halten wollen, wird ihr Umgang mit ihm ein anderer werden müssen. Rücksichtsvoll. Tolerant. Wertschätzend. Denn den Menschen wird durch das gerechte Geld ungeahnter Spielraum beim Erhalt des Lebensunterhalts geboten.

Durch den zusätzlichen Verdienst winken neue Möglichkeiten.

Einen anderen Beruf zu erlernen, wird keine finanzielle Mammutaufgabe mehr sein. Vielmehr ein Anreiz für die Ausweitung persönlicher Fähigkeiten.

Auch Selbstständigkeit wird selbstverständlich werden.

Gar nicht so wenige werden, wenn die Wirkungen des neuen Geldes sichtbar werden, Gutes tun wollen. Als Ausgleich für all die vorher verursachten Schäden. Selbst wenn es Einkommensverluste bedeutet.

Nach dem Motto: der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Erfolgreiche Unternehmer werden geachtet sein. Nicht gefürchtet.

„Und das, weil es im Gegensatz zu heute, allein ein erarbeiteter und/oder ein von unternehmerischen Risiko getragener Reichtum sein wird …“

Ob gegenwärtig erfolgreiche Unternehmer dann weiterhin gute Unternehmer abgeben, wird sich zeigen.

Natürlich ist mir klar, das die Umsetzung von gerechtem Geld, in ferner Zukunft liegt.

Zu liegen scheint.

Doch je mehr Menschen sich für ein anderes Geldwesen und damit eine friedlichere und gerechtere Welt einsetzen, desto eher werden äußere Erfolge sichtbar.

Selbst wenn es anfänglich nur lebhafte Diskussionen sind.

Doch die können Einsichten fördern.

Denn wer sagt ihnen, das unser Geldsystem noch weitere Jahre, gar Jahrzehnte, unbeschadet übersteht.

Wollen sie nach einem möglichen Kladderadatsch, der immer nach derartigen Zusammenbrüchen erfolgte (die Menschheitsgeschichte ist gesättigt von solchen Ereignissen), wiederum mit einem Zinsgeldsystem fortfahren?

Ganz abseits davon. Gerechtes Geld beflügelt. Die Beschäftigung damit setzt auf geheimnisvolle Weise spirituelle Kräfte frei, die, nach meiner Erfahrung, vom Streben nach mehr Wissen und Erkenntnis begleitet sind.

Vielleicht wird dann auch etwas mehr Licht auf Abrahams Bund mit Gott geworfen. Im Sinne von: die Beschneidung von Knaben als der symbolische Ausdruck der Anerkenntnis des Zehnten.

Die These wäre zweifellos eine Debatte wert.

Zum Schluss noch, als Trost und Ansporn für all jene, die nach wie vor glauben, zu sehr im Zinsgeschehen verstrickt zu sein und keinen Ausweg daraus sehen.

Lassen sie sich von der der Geschichte der Wandlung von Saulus zu Paulus inspirieren.

Darüber hinaus gilt nach wie vor der Satz Jesu: wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.

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