Argentinien mal wieder. Und zwar deshalb, weil wir uns dort derzeit genau anschauen können, wie verheerend sich wirtschaftliche Entwicklungen auf das Gesamtgefüge eines Landes auswirken können. Jeder Europäer sollte dies genau verfolgen. Um gewarnt zu sein.
https://tkp.at/2025/08/27/javier-milei-und-die-rekolonialisierung-argentiniens/
https://amerika21.de/2025/08/276514/argentinien-krise-iwf-deal
https://www.dw.com/de/argentinien-mileis-griff-unter-die-matratze/a-72867639
https://amerika21.de/2025/07/276011/firmenschliessungen-argentinien
Geld regiert die Welt. Soweit nichts Neues. Doch wie im Großen, so auch im Kleinen. Ich jedenfalls kenne kein Land auf dieser Erde, auf dem der Satz nicht gilt.
Alle Länder haben sich, indem sie ihren Geldumlauf mit Zinsbelohnung am Laufen halten wollen, dem kapitalistischen System ergeben. Mit all den irrsinnigen Folgen, die sich insbesondere in Argentinien seit Jahrzehnten verfolgen lassen.
Arte hat eine recht aktuelle Sendung zur dortigen Lage online gestellt, die auch die Vergangenheit des Landes beleuchtet.
Wer danach in den Kommentaren unter dem Video stöbert, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es ist, als wären die Probleme Argentiniens, die unseres Landes. Die gleichen Argumentationsmuster. Das Verteufeln von Rechten oder Linken. Die Verhärtung der Fronten. Spaltung.
Es scheint, die Menschen hier spüren insgeheim den Sog des Zinsgeldes, mit all den negativen Folgen. Wie auch, wenn die offizielle Wirtschaftswissenschaft das Zinsgeld zum Sakrileg erhoben hat? Wer dagegen argumentiert oder auch nur nachdenkliche Töne anschlägt, wird aus dem weltweit anerkannten kapitalistischen ökonomischen Kult ausgeschlossen und mit Missachtung gestraft. Es gibt in der offiziellen Lehre keine Alternative zu diesem Kult.
Die Menschen weltweit haben ihn förmlich inhaliert. Sind damit infiziert. Geld ist zum Ersatzgott herangereift. Ihm gilt alles Streben. Mehr, mehr davon, das ist bei vielen das Lebensziel. Nur um dann mit leeren Taschen in den Sarg zu gleiten oder im einfachen Sargtuch im Boden versenkt zu werden. Bestenfalls.
Was bleibt?
Soviel kann ich sagen: nicht viel.
Kein Aufbegehren, kein Innehalten, kein lautes „Nein“, nichts stört diesen Kult. Der Ärmste träumt vom Lottogewinn und der Erlösung aus Trübsal und Armut. Der Reiche von noch mehr Reichtum und Macht. Dazwischen all diejenigen, die durch ihre Kritiklosigkeit glänzen und damit die Mauern des Kultes bilden. Allerdings erbaut auf einem Fundament aus Sand. Nichts von Beständigkeit bringt dieser Kult hervor. Wirtschaftskrisen, Finanzkrisen, Kriege. All das sind Symptome des sandigen Fundaments.
Ältere Menschen könnten darüber viele Lieder singen. Doch die will kaum jemand hören. Das Lied, beständig wiederholt, mit dem Titel: Es wird alles besser, übertönt sie alle.
Doch einige leise Lieder schaffen es, nun schon seit Jahrzehnten, immer mal wieder, ein wenig Gehör zu finden. In Argentinien und in Deutschland mehr als in anderen Ländern. Was wohl am Sänger liegt, der, da in beiden Ländern für Jahre beheimatet, dort seine Gesänge hinterlassen hat. Großartige und inspirierende.
Sie könnten dort der Keim für eine neue Sichtweise sein. Eine, getragen von Menschlichkeit und dem Wunsch nach Gerechtigkeit.
Ein Traum? Mag sein.
Doch auf der Suche nach Weisheit bin ich über das göttliche Zinsverbot gestolpert und durch die Gesänge des leisen Sängers hat sich mir die praktische Umsetzung erschlossen.
Vielleicht hat dann in diesen beiden Ländern das vielfache Leid ein Ende, das in den letzten mehr als einhundert Jahren den einfachen Menschen das Leben zur Qual gemacht hat. Es folgen dann vielleicht Nachahmerstaaten, die auf der Erde eine neue Zeit anbrechen lassen. Eine mit göttlichem Hauch versehene.
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