Und das auch noch mit wenig Einsatz. Ob sich dadurch große Veränderungen bewirken lassen, sei einmal dahingestellt.
Auf jeden Fall ist es Selbstermächtigung. Eine Absage an vorgegebene Muster, die in ihrer Wirkung zu selten hinterfragt werden.
Etwa 90 Prozent der weltweit benutzten Mobiltelefone nutzen die Betriebssoftware „Android“, um sich im „mobilen Zeitalter“ bewegen zu können. Telefonieren, Simsen, Mails versenden, Fotografieren, Chatten, Spiele spielen und einiges mehr. Kaum jemand möchte, der Annehmlichkeiten wegen, noch auf ein solches Gerät verzichten.
Doch immer schwingt beim Benutzen ein wenig Misstrauen mit. Die Firma, die hinter der Herausgabe des Betriebssystems Android steht, gilt als „Datenkrake“. Als eine Firma, die mit den Daten, die sie durch die Anwendung sogenannter Apps gewinnt, Gewinn macht. Gewinn macht, indem sie persönliche Daten der Anwender, die sie durch Erteilung der Einwilligung der Anwender erhält, an Interessierte weiterveräußert. Wer genau das ist, wird nicht veröffentlicht. Dass die Werbeindustrie darunter fällt, erklärt sich von selbst. Ob sich die Daten, die „angeblich“ anonym erhoben werden, personalisieren lassen, ist Gegenstand vieler Untersuchungen.
https://www1.wdr.de/nachrichten/daten-ortsdaten-leak-broker-apps-verkaufen-100.html
Dass es auch Android-Apps gibt, die keine derartigen Daten erheben, ist vielen Nutzern gar nicht bekannt. Auch weil von der Herstellerfirma des Android-Betriebssystems gern vor der Installation fremder Software (Sicherheit!) gewarnt wird. Und zwar von Software, die abseits vom firmeneigenen „Play-Store“ installiert wird.
Ja, tatsächlich gibt es auch andere Portale, die Android-Software anbieten.
Eines der bekanntesten ist das Portal „F-droid“.
https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/f-droid-appstore#nachteile
Die Installation von „F-droid“ ist wirklich einfach. Dazu ein Youtube-Video.
https://www.youtube.com/watch?v=a5-qV6OUV_o
Fast alles, was auf Ihrem Android-Telefon, -Smartphone oder -Tablet vorinstalliert ist, lässt sich ersetzen. Löschen lassen sich die vorinstallierten Apps meist nicht. Aber deaktivieren.
Die Warnung vor Fehlfunktionen sollte sie davor nicht abschrecken. Denn funktioniert danach das Gerät nicht wie erwartet, lässt sich die App auch wieder aktivieren.
Also nur zu. Probieren Sie es aus. Testen Sie „F-droid“. Sie werden überrascht sein, was so alles geht.
Doch inzwischen gibt es dagegen Widerstand der Firma, die Android herausgibt.
https://www.gamestar.de/artikel/android-app-alternative-stores-warnung,3440253.html
Ein starker Anstieg der Umstiegszahlen, hin zu F-droid, könnte daran vielleicht etwas ändern. Denn abgestimmt wird immer mit den „Füßen“.
Ein Beharren auf dem geplanten Vorgehen, könnte sich für die Firma als Schuss ins eigene Knie herausstellen.
Denn, auch abseits von „F-droid“, gibt es durchaus Alternativen zu Android.
Falls nötig, dazu in der Zukunft mehr.