Schwört ab!
Schwört ab!

Schwört ab!

Hallo! All ihr Übergewichtler. Untergewichtler. Raucher. Ihr alkoholhaltige Desinfektionsmitteldrinker. Ihr Einpfeifer von Hasch, Kokain, Heroin, als auch diverser Designerdrogen.

Ihr Medikamentenmißbraucher; und all ihr anderweitig Süchtigen, fühlt euch angesprochen.

Auch ihr mobilen Raser, ob mit Auto, Motorrad, Fahrrad oder Bobbycar, mit Ski oder Gleitschirm – ihr alle seid Risikobehaftet. Gefährdet Menschenleben. Gefährdet euch selbst und andere. Bringt die Gesundheit aller in Bedrängnis. Und die Gesundheit ist doch so wichtig. So unersetzlich. So ungeheuer bedeutsam für das Gedeihen der Nation. Und somit bedeutsamer als eure persönlichen Befindlichkeit.

Bedenkt – niemand lebt für sich allein.

Also lasst ab von eurem Tun. Dem Schädlichen, dem Schändlichen.

Denkt an all die Kosten, die ihr als Folge eures Tuns dem Gesundheitswesen aufbürdet. Auch an die Sozialen. Die Nerven, die ihr den Rettungssanitätern, Ärzten, Psychologen, Therapeuten und dem Pflegepersonal raubt.

Es ist nicht mehr zu verantworten. Ihr destabilisiert die Gesellschaft.

Euer Handeln ist selbstsüchtig, destruktiv. Macht euch bewusst, wie viel Mühe und Kosten euer Aufwachsen der Gemeinschaft abverlangte.

Wollt ihr etwa bis zum Kick-, Raser- und Rauschzuschlag warten, ehe ihr euer Verhalten ändert.

Denn warum soll die Allgemeinheit eure Selbstsucht tolerieren? Und bezahlen.

Mit immer höheren Krankenkassenbeiträgen. Mit überlaufenen Intensivstationen. Mit desillusioniertem Pflegepersonal.

Gerade jetzt, wo wir die extrem Selbstsüchtigen endlich in die Schranken weisen können. Nämlich all jene, die meinen ihr persönliches Befinden, ihr Glaube an Individualität, ihr Anspruch auf Unverletzlichkeit, sei wichtiger als die Gesundheit aller. Wie gut, das das Ende dieses Denkens naht – der angedachten Impfpflicht für alle sei Dank. Niemand wird sich dann mehr, bei bedrohlichen Krankheiten, seiner Pflicht entziehen können.

All diese „Volksschädlinge“ werden dadurch irrelevant. Hoffentlich.

Nun wo das in Bälde erreicht ist, ist es an euch, Kante zu zeigen. Euch dem Willen der Mehrheit zu beugen. Seid stark. Schwört ab – eurem schmählichen Tun.

Gesundet. Seid solidarisch.

Hört auf die Wissenschaftler – Auf die, die allgemein anerkannt sind. Lauscht ihren Erkenntnissen. Hört zu wenn sie in den etablierten Medien ihre Weisheiten von sich geben. Sie geben euch damit Unterstützung für ein besseres Leben. Für eines im Dienste des Nächsten.

Ach; – Jesus würde jubeln.

Schön, es wäre so.

Doch ich muss leider etwas Wasser in den Wein gießen. Denn es gibt tatsächlich einige Menschen in meinem Umfeld, die mein Statement gotteslästerlich nennen. Mir Pharmalobbyismus vorwerfen. Ein materialistisches Weltbild. Wissenschaftsgläubigkeit.

Sie reden von möglichen Alternativen. Werfen unseren hochgelobten Medien Fehlinformation, gar bewusste Täuschung vor.

Ein Affront.

Denn beinahe alle Politiker und Wissenschaftler, weltweit, befürworten doch den eingeschlagenen Kurs. Den Primat der Volksgesundheit. An dem doch das Überleben der menschlichen Rasse hängt. Oder hab ich da was falsch verstanden?

Sollten die zuvor Genannten alle irren? Irre sein?

Nicht doch.

Irre sind doch die anderen, die Zauderer, Schwurbler, Aluhutträger und angeblichen Weltverbesserer. Deren Vertrauen in ihr Immunsystem, in alternative Heilungsmethoden beinahe grenzenlos scheint. Noch dazu deren Rücksicht auf ihr Bauchgefühl; der unsinnige Glaube an Übernatürliches, an angebliche Wunder. Völlig abstrus das.

Und was hat das mit Wissenschaft zu tun? Mit Studien und nachvollziehbaren Ergebnissen. Nichts!

Mehr noch, sie sind tatsächlich bereit, für ihre vermeintlich humanitären Werte, für ihr Gottvertrauen, den Tod Unzähliger in Kauf zu nehmen.

Gut, die NASA hat in den achtziger Jahren der chemischen Substanz Chlordioxid das Prädikat „The Universal Antidote,“ auf deutsch: „Das universelle Gegenmittel“ angeheftet. Aber das ist ja lang her. Und da das seitdem, bis auf ein paar dieser alternativen Spinner kaum jemand weiter verfolgt hat, wird daran auch nichts dran sein. Obwohl. Mehr als siebentausend Ärzte weltweit machen sich, seit kurzem, dafür stark. Sehr merkwürdig das.

Sorry! Hab mich verplappert. Streichen sie die letzten Absatz aus dem Gedächtnis.

Nun denn. Als ob es nicht schon genug ist, das man sich zur Behandlung von derzeitigen hochansteckenden gefährlichen Coronaviren, mit verpeilten Homöopathen, diversen verstrahlten Heilpraktikern und Propagandisten von hochdosierter Gabe von Vitamin C und D herumschlagen muss, nein, es gibt noch weitere Übeltäter.

Da will ich nur die Anwender von Ivermectin nennen. Einem Parasitenmittel; gegen Sackratten. – Kopfschüttel.

Aber viele in der Pandemie damit behandelte Inder schwören darauf.

Sachen gibt es …

Ach! Und dann gibt es auch noch diesen südafrikanischen Störenfried, diesen Allgemeinarzt, ja sie lesen richtig, ein Allgemeinarzt, der sich tatsächlich erdreistet den weltweit führenden Virologen zu widersprechen und den Ärzten der Intensivstationen gar Fehlbehandlung vorwirft.

Dabei gibt es doch wirkliche Fortschritte in der Medizin. So viele schlimme, schlimme Krankheiten, die mit modernen Medikamenten und hochentwickelten Impfungen in Schach gehalten werden können. Wer will das leugnen? Selbst die Pest, Schreckgespenst der Vergangenheit, ist heutzutage behandelbar.

Dank der modernen medizinischen Technik rückt auch der Traum von einem Leben ohne Leiden näher.

Und nicht mehr nur Science-fiction-Autoren beschäftigen sich mit Computerchips im Hirn. Mit Bewusstseinstransfer. Mit Verschmelzung von Mensch und Maschine. Wodurch die Überwindung des Todes in greifbare Nähe rückt.

Glückseligkeit all überall. – Halleluja.

Kollateralschäden?

Ja – Ja. Die gibt es. Zweifellos. Aber die Vorteile überwiegen doch stets die Nachteile.

Warum sonst würden derartig hohe Finanzmittel in solcherart Forschung gesteckt. Es geht einzig und allein um die Gesundheit unserer Bürger. Um Lebensqualität. Immer.

Pharmafirmen berufen sich ja nicht umsonst auf den Primat des gesundheitlichen Fortschritts. Führen in ihren Werbefilmen und Broschüren ihre Menschenfreundlichkeit als Antrieb auf.

Was sonst sollte es auch sein?

Und wenn sie so viel Gutes tun, sollte ihnen auch ein ansehnlicher Gewinn zu stehen.

Und davon ganz abgesehen. Geld lässt sich doch anderweitig, viel Risikoloser verdienen. – Oder nicht?

Nicht!

Hoho, sie wollen mich provozieren. Das wird ihnen nicht gelingen. Ich bin da ganz bei der Mehrheit. Lesen sie die Umfragen der Meinungsinstitute.

Die Menschen wollen diese Art Gesundheitspolitik. Als auch die Ausrichtung der persönlichen Verantwortung des Einzelnen am Gemeinwohl.

Das ist edel. Zeigt menschliche Größe.

Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Merkwürdig. Jetzt, wo ich das Gesagte noch einmal überdenke, reflektiere, kommen mir doch erste leise Zweifel. Zweifel ob meiner gesundheitlichen Reinheit. Zweifel an meiner Fähigkeit, mich dem Primat der Volksgesundheit vollständig unterzuordnen.

Habe halt auch die eine oder andere menschliche Schwäche. Gelegentlich das Gläschen Wein zu viel. Die Tafel Schokolade am Abend. Die Pizza zu später Stunde. Schlafmangel wegen Binge-watching. Und auch die manchmal unbändige Lust zu rasen, um dem Schleicher die Hinterseite zu zeigen.

Alles Petitessen. Klar. Kennt beinahe jeder.

Aber macht mich das nicht untauglich für ein Gesundheitsregime?

Ach verdammt! – Wer ist dafür überhaupt tauglich?

Bitte verzeihen sie mir diesen Defätismus, an unpassender Stelle.

Verspreche Besserung.

P.S.

Für all jene, die es noch nicht bemerkt haben – der Beitrag ist eine Glosse.

Wobei. Angesichts der Geschwindigkeit der derzeitigen gesellschaftlichen Umwälzungen, mag die Realität, in Bälde, doch glattweg die gegenwärtige Übertreibung übertreffen.

Das nennt sich dann Politposse. Deren Übertreibung dann nur noch als Klamotte durchgehen kann.

Bleibt nur zu hoffen, das uns das Lachen dann nicht im Halse stecken bleibt.

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