Tericand
Tericand

Tericand

Nun ist mein erster Beitrag hier schon einige Tage her und trotzdem lässt er mich nicht los. Er beschäftigt mich. Hindert mich an anderen Texten. Es ist beinahe so, als hätte der Beitrag ein Eigenleben und verlange nach Nachbesserung, nach Vervollständigung.

Ignorieren hilft nicht – hab ich ausprobiert. Führte nur weiter ins Trübe. Mehr noch, in die Vergangenheit.

Weit zurück. In die Jugendzeit.

Als mir klar wurde wohin es führt, habe ich erst einmal gelacht. Zu Henry Miller. Ja, zu dem Henry Miller. Dem berühmt, berüchtigten amerikanischer Schriftsteller, der zur damaligen Zeit (Ende der 70er) noch lebte. Hochbetagt.

Er hatte in seinen Büchern einen Astrologen erwähnt, den er im Paris der 30er Jahre kennen- und schätzengelernt hatte. Dessen Voraussagen und insbesondere die alle anwesenden überraschenden Charakterskizzen von Personen, die er vorher nicht kannte, faszinierten Miller. Der immer ein Faible für „extreme“ Menschen hatte. Er hat den Astrologen unter dem Namen Tericand in seinen Büchern besonders gewürdigt. Noch dazu, weil die Geschichte ein Nachspiel hatte.

Der Spiegel hat im Jahre 1957 einen Beitrag dazu gebracht. Ein Genuss ihn zu lesen.

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41120927.html

Die Beschreibung von Tericand, als auch die Wirkung auf die Zeitgenossen, hat mich damals tief beeindruckt. Und der Eindruck ist auch gegenwärtig noch vorhanden.

Miller hatte mich damals mit eher fremden Ideen in Kontakt gebracht. Dafür bin ich ihm dankbar.

Doch es hat dann viele, viele Jahre benötigt um mich dem wirklich zu wenden zu können.

Aber er hat die Grundlage gelegt. Die, die es brauchte um mich auf den Weg zu machen, den Weg des spirituellen Wachstums.

Angefangen hat dann alles mit der Endeckung von Yoga. Von dessen Übungen und deren Auswirkungen auf Atem und Geist.

Eigentlich hat sich dadurch schleichend die ganze Betrachtung der Welt geändert. Yogische Texte und die yogische Philosophie wurde immer wichtiger.

Und in dem Zusammenhang stieß ich auch auf die sogenannten Siddhis. Fähigkeiten, die ein Yogi im Laufe seines Strebens nach Weisheit möglicherweise erreicht. Darunter werden auch astrologische Fähigkeiten gezählt.

Die Sternendeutung hat es in fast allen höher entwickelten Kulturen gegeben. Indien und sein Yogasystem war nur eines davon.

Auch in Tibet und China gab es derartig Gelehrte. Auch bei den Mayas und natürlich auch bei den Babyloniern. Wovon ja heute noch die drei Weisen aus dem Morgenlande zeugen.

All das deutet darauf hin, das es eine Wissenschaft gab, die anders funktionierte, als unsere Heutige, die ja von Astrologie partout nichts wissen will. Was aber noch lange nicht bedeutet, das es Humbug ist.

Wer weiß, womöglich werden wir (vielleicht ist die Saturn Jupiter Konjunktion im letzten Dezember zur Wintersonnewende ja ein Hinweis) noch Zeuge, wie die alte Lehre wieder aufersteht. Zu altem Glanz und Ruhm. Es wäre, angesichts all der Bedrohungen, der sich die Menschheit gegenüber sieht, dringend an der Zeit, das die verborgenen Weissagungen von Nostradamus, dem wohl größten Astrologen der Geschichte, ans Licht kommen.

Schon Goethe hat jenem im Faust ein Denkmal gesetzt.

Will Quadflieg hat das Kapitel Nacht, indem die Passage vor kommt, gesprochen. Unbedingt hören.

Für unsere gegenwärtige mathematik- und wissenschaftliche Welt, kann es Astrologie, die Vorhersage von Geschehnissen, aus Prinzip nicht geben. Die ganze Wahrscheinlichkeitsrechnung sträubt sich. Hält den Zufall aufrecht. Verneint Vorbestimmung.

Und hier scheiden sich letztendlich die Geister.

Wer an unserer heutigen Mathematik und den daraus abgeleiteten Wissenschaften um jeden Preis festhalten will, kann eine andere Sicht auf die Welt nicht in Betracht ziehen. Das ist auch der Grund warum der Glaube an Gott, bei Menschen, die ein solches Weltbild vertreten, so selten anzutreffen ist.

Den Zufall zu leugnen hieße, die Mathematik zu leugnen. Jedenfalls die Mathematik, wie sie heute gelehrt wird. Das ist das Problem.

Wer mir und meiner Denke folgen will, muss dieser Mathematik abschwören. Mein Tip dazu: Nimm die gegenwärtig gelehrte Mathematik einfach als ein Spezialfall der Göttlichen. So wie die euklidische Geometrie nur ein Spezialfall der absoluten Geometrie ist. Wobei ich hier nicht den Eindruck erwecken möchte, dass ich genau verstanden hätte, was es damit auf sich hat.

Zum Abschluss noch einige Worte eines anderen Giganten der Literaturgeschichte. Auch wenn ich mich damit dem Vorwurf der Phrasendrescherei und unlauterer Interpretation aussetze. Von Shakespeare:

„Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich träumen lässt.“

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